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Projekt Stallumbau


 
Nachdem unsere Alpakas absolut nicht in den alten Eselstall, den wir extra für sie gründlich gesäubert hatten, gehen wollten, haben wir beschlossen, ihn etwas angenehmer für sie zu gestalten. Der Plan war:
1. Die Wand zum Heulager herauszureißen, um einen größeren Aufenthaltsplatz für die Tiere zu schaffen,
2. Einen neuen Fußboden zu verlegen, und
3. Eine Zwischendecke für ein neues Heulager einzuziehen.
 
Soweit der Plan. Jetzt zur Praxis:
 
Zuerst suche man sich ein paar kräftige und handwerksbegabte Männer, das geeignete Werkzeug und Holz - viel Holz.
 
Ich habe meinen Schatz und meinen Paps für die Arbeit eingespannt. An nur einem Wochenende sollte der Umbau eigentlich geschafft sein.

 
Tag 1

 
Mein Werkzeug hatte ich innerhalb von zwei Minuten zusammen: ein paar feste Handschuhe und einen Verbandskoffer.
 
Während mein Mann Georg sein Werkzeug in den Kofferraum packte, hatte ich noch genügend Zeit für ein ausgedehntes Frühstück.
 
Am späten Vormittag waren wir endlich bei der Ranch. Nachdem alles Werkzeug ausgeräumt und strategisch auf dem Gelände verteilt war, gesellte sich auch mein Papa zu uns. Auch er hatte sein Auto voller Werkzeug. Nach einem kurzen Überblick stellten wir fest, dass wir jetzt drei Akkuschrauber, zwei Bohrmaschinen, Unmengen an Nägeln und Schrauben und sonstigem Kleinzeug beisammen hatten. Bei einer Dose Bier und einer gemütlichen Zigarette suchten wir uns das beste Werkzeug aus. 


Dann war schon Zeit fürs Mittagessen. Wir verstauten die Werkzeuge sicher im Stall und machten uns auf den Heimweg.


Am frühen Nachmittag trafen wir wieder auf der Ranch ein. Bei einer Dose Bier und einer Zigarette unterhielten wir uns ausgiebig über das Wetter. Dann beschlossen wir endlich, mit der Arbeit anzufangen, um gleich darauf festzustellen, dass keiner von uns an das Benzin für die Motorsäge gedacht hatte. Das Problem wurde gleich während einer weiteren Rauchpause besprochen. Nachdem wir uns eine Weile mit der stumpfen Handsäge abgemüht hatten, besorgten wir schließlich doch noch einen Kanister Benzin.


Da brach aber schon die Dämmerung herein und wir beschlossen, dass wir für heute genug gearbeitet hätten. Wir beglückwünschten uns zu der gleisteten Arbeit und machten uns erneut auf den Heimweg, um nach einem anstrengenden und arbeitsreichen Tag unseren wohlverdienten Feierabend zu genießen.

 
Tag 2

 
Am zweiten Tag haben wir es wirklich geschafft, ohne allzuviele Rauch- und Bierpausen den Stall in einen Alpakaunterstand umzubauen. Vom frühen Morgen an wurde um die Wette gesägt, geschraubt und gehämmert. Ich habe den Unterschied zwischen Torx- und Kreuzschrauben kennengelernt, durfte mich mit Hammer und Säge an der herausgerissenen Stallwand austoben und die Männer erledigten den Rest. Am Ende des Tages war die Wand heraußen, ein neuer Holzboden verlegt und sogar die Zwischendecke fürs Heu eingezogen.
 
Seit dem Umbau nützen die Alpakas tatsächlich ihre Behausung. Leider manchmal viel zu intensiv, ich höre oft Beschwerden von den Spaziergängern und Ranchbesuchern, dass die Tiere den ganzen Tag nicht zu sehen sind.
 
Unser nächstes Projekt: Aufstellen eines zweiten Unterstandes für die Jungs...